LOUISE LANG
GLASMACHER

Glas - gefrorenes Glück

eine Installation im Foyer der Bayrischen Spielbank Bad Kötzting

Glas - gefrorenes Glück

Ich möchte sie herzlich zur Eröffnung am Sonntag den 10.03.18 um 19 Uhr einladen.

Ausstellungsdauer von 11.03.19 bis 28.4.19

Täglich ab 13 Uhr bis 2 Uhr während der Spielbetriebszeit der Spielbank Bad Kötzting geöffnet.

 

Glas - gefrorenes Glück
eine Installation von Louise Lang

Glas ist ein von Menschen geschaffenes Material, das durch Zufall gefunden wurde. Die Anfänge von einem der ältesten Werkstoffe werden im ägyptischen Raum in der Zeit um 5000 v. Ch vermutet. Angenommen wird, dass bei einem Kreamikbrand oder bei der Kupfer- bzw. Bronzegewinnung Quarzsand mit Asche im heißen Zustand zusammengekommen ist und zu Glas geschmolzen wurde.

Heute kann Glas von der Perle bis zum Glasfaserkabel alles sein. Es beinhaltet viele Eigenschaften, die sich die Menschheit nach Belieben zu Nutze machen kann, sei es im technischen oder künstlerischen Bereich. Es ist flexibel und gleichzeitig von einer Feinheit, die Herstellung ist bestimmt um entsprechende Ergebnisse zu liefern.

Der Werkstoff Glas ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken, ist er doch Teil unseres luxuriösen Lebens: Als Fensterscheibe, die uns vor dem Wetter schützt und dem Licht erlaubt in unsere Wohnstätte zu kommen; als Spiegel, um unser Selbst zu prüfen, bevor es in die Außenwelt geht; als Glasfaserkabel, das uns das Internet bringt; als Kochfeld und als Trinkgefäße oder als Displays, um uns die Welt in noch besserer Qualität zu zeigen.

Für die Menschheit ist es ein großes Glück, Glas gefunden zu haben. Dadurch lässt sich das Leben in vielen Bereichen angenehmener und spannender gestalten.

Viele denken als Erstes an die Fragilität des Glases und passen auf, dass es nicht zerbricht. Auch Glück ist fragil und kommt unverhofft. Es schwebt voller Hoffnung in uns und über uns. Wir streben danach und können es im richtigen Moment meistens nicht fassen.

Bei der Installation habe ich mich für Spiegel und industrielle Glasfolie (mein Dank an die Schott AG in Grünenplan) entschieden. Die Spiegel habe ich in ihrer Außenform verändert , sie dienen als Überprüfung der eigenen Person im Raum. Auf dem Mittelpunkt des Raumes stehend kann ich mich in jedem Spiegel sehen. An anderen Standorten ist nicht der optimale Winkel, um sich in jedem zu sehen und jener, der es versucht, muss sich leicht nach vorne, hinten, oben oder unten bewegen. Glück ist relativ und personenbezogen.

Auch spiegeln sich in den Spiegeln einige der Folien, die ganz leicht gebogen über uns fast mittig im Raum unter der goldenen Kuppel hängen. Die beiden Formen der gehängten Folien berühren sich nicht und lassen den Mittelpunkt frei. Doch teilen sie den Raum auf. Betrachtet man nicht die Installation der Folien, sondern den Umraum, ergeben sich ähnliche Formen wie die Außenformen der Spiegel, die den Akteur im Raum verorten.

 

Kunstforum Spielbank
Untere Au 2
93444 Bad Kötzting
Tel.: 09941 / 94480